5 praktische Herbst-Tipps für Wildbienen-Freunde

Publié par Mara Nowozin le

Der Herbst ist für Wildbienen-Freunde uninteressant? Keineswegs. Jetzt ist die ideale Zeit, um Futter und Nistplätze für das Frühjahr vorzubereiten. Mit diesen 5 Tipps unseres Wildbienen-Flüsterers Yannick wird es nach dem Winter noch mehr summen.

1. Pflanze Wildstauden

Die beste Zeit, Wildstauden zu pflanzen, ist der Herbst. Über den Winter können die Pflanzen gut anwachsen und blühen schon im kommenden Jahr sehr schön. Der Aufwand ist auch geringer als im Frühling, da man weniger Wasser geben muss – vor allem, wenn der Frühling wieder so trocken ist wie in den vergangenen Jahren.

2. Lege markhaltige Stängel auf die Seite

Der Herbst ist auch eine gute Zeit, um markhaltige Stängel zu sammeln. Beim Rückschnitt von Holunder, Brombeeren, Himbeeren und noch vielen anderen markhaltigen Gehölzen fallen vieler dieser Stängel an. Anstatt sie zu kompostieren, kann man sie im Folgejahr den Wildbienen an einer sonnigen Stelle zum Nisten anbieten. Sie und andere Insekten bohren sich ins Mark und legen dort ihre Brut ab. Dazu kannst du zum Beispiel einzelne Stängel senkrecht an einem Zaun befestigen. Wie einfach das geht, erklärt Wildbienen-Flüsterer Yannick in diesem kurzen Video.

3. Sammel Saatgut

Auch Saatgut von einheimischen Stauden ist jetzt in der Natur und im Garten in Hülle und Fülle vorhanden. Es ist eine gute Zeit, um es zu sammeln und im Garten auszubringen.

Viele Pflanzen keimen sehr unterschiedlich: Es gibt auch welche, die Frost brauchen, um anschliessend zu keimen. Deshalb ist es sinnvoll, die Samen zum Teil schon im Herbst im Garten zu verteilen. Einen Teil kann man aber auch bis Frühling aufbewahren und das Saatgut dann ausbringen.

4. Suche Schneckenhäuser

Vielleicht weißt du es schon: Manche Wildbienen nisten in leeren Schneckenhäusern. Diesen Wildbienen kannst du helfen, indem du Schneckenhäuser sammelst. Auch das ist im Herbst und Winter am einfachsten, da sich die Vegetation zurückgezogen hat und die Schneckenhäuser besonders gut sichtbar sind. Natürlich nimmst du nur leere Schneckenhäuser mit. Wildbienen-Flüsterer Yannick erklärt in diesem Film, wie es geht.

5. Besorge dir Totholz

Mit den Herbststürmen fallen immer wieder auch alte Obstbäume um. Damit das wertvolle Totholz nicht komplett gehäckselt wird, kann man bei einem Bauer anfragen, ob man einen Teil davon haben kann. Oftmals freuen sich die Bauern darüber, weil dieses Holz als Brennholz sowieso nichts taugt. Für Wildbienen kann es hingegen wertvoller Nistraum werden. Worauf man dabei achten sollte, verrät Wildbienen-Experte Yannick in diesem Video.

Du siehst: Den Herbst kannst du sehr gut nutzen, um Wildbienen in deiner Nähe einen noch besseren Start in den Frühling zu verschaffen. Viel Spass dabei!

 

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