«Balkon-Bienen» gebieten Bienensterben Einhalt

Artikel vom 24. Januar 2016 in der Luzerner Zeitung

LUZERN – Ein Biologe will dem Bienensterben Abhilfe verschaffen. Statt auf Honig- setzt er auf Wildbienen – und auch auf die Unterstützung von Städtern.

Sein Geschäft ist das Bestäuben. Der Biologe Claudio Sedivy (34) lässt Wildbienen vermehren – und will so dem weltweiten Bienensterben entgegenwirken. Vor gut drei Jahren hat der Zürcher zusammen mit einem Kollegen die Firma Wildbiene+Partner gegründet. Die Idee dahinter: Kleine Bienenhäuschen, «BeeHomes» genannt, verkauft Sedivy je nach Modell für einen einmaligen Betrag von 120 oder 175 Franken an private Wildbienenpaten – sogenannte Gotten und Göttis.

Firma vermietet Bienen an Bauern

In den Holzkästen befindet sich eine Startpopulation aus rund 15 Kokons der Gehörnten oder Roten Mauerbiene, zwei verwandte Wildbienenarten. Im Frühling schlüpfen die Tiere, bestäuben die Umgebung und nisten sich später in einem der Schilfröhrchen ein, die in den Häuschen eingebaut sind. Im Herbst senden die Bienengötti die Holzbox samt Bienen zurück an die Firma. Sedivy vermietet dann die so vermehrten Wildbienen inklusive Niststände an Obstbauern, die mit den Tieren wiederum ihre Bäume bestäuben. Die Paten erhalten eine neue Startpopulation – der Kreislauf beginnt von neuem.

Die Hälfte der Wildbienen ist gefährdet

Doch warum setzt er gerade auf Mauerbienen? Im Vergleich zu Honigbienen bestäuben sie die Obstblüten bis zu 300-mal effizienter, so Sedivy. Das Problem ist nur: Es gibt immer weniger von ihnen. Den Wildbienen geht es allgmein nicht gut. Über 600 verschiedene Arten gibt es in der Schweiz – rund die Hälfte wird als gefährdet eingestuft. Ein paar Dutzend Wildbienenarten sind in den vergangenen Jahrzehnten wahrscheinlich bereits verschwunden.

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Quelle: Luzerner Zeitung

 

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